Die Hürden auf dem Weg zu einer professionellen Übersetzung

Wenn man einen technischen Text von einer Sprache in eine andere “überträgt” oder eine beglaubigte Übersetzung anfertigt, trifft man oft auf ganz bestimmte Probleme.

Die Probleme beim Übersetzen lbasieren auf dem Anspruch, den ursprünglichen Sinn eines Dokuments zu erhalten.
Die Hürden sind dabei grammatischer, syntaktischer, rhetorischer oder semantischer, kultureller und pragmatischer Art.

Die grammatische Hürde

Die Grammatik stellt zumeist ein Problem dar, wenn es um die Zeiten geht, und um das Erscheinungsbild, die Aussage eines Verbs im Kontext seiner Entwicklung innerhalb der Sprache, und dies im Zusammenhang mit den Zeiten. Hinzu kommen die Personalpronomen, die in den verschiedenen Sprachen oftmals sehr unterschiedlich verwendet werden. Roman Jakobson sagt dazu: ” It is more difficult to remain faithful to the original when we translate into a language provided with a certain category from a language devoid of such a category. ”

Die syntaktische Hürde

Die Syntax bedarf bei einer Übersetzung besonderer Aufmerksamkeit. Paralellismen, Passiv, Fokus (der Stabdpunkt, von dem aus ein Text aufgebaut ist), rhetorische Stilmittel und der Aufbau selbst, wie z.B. ein Hyperbaton, eine Umkehrung der natürlichen Abfolge einer Rede oder Anaphern (Wiederverwendung des selben Wortes).

Die rhetorische Hürde

Hierbei geht es im wesentlichen um die Wiedergabe von Gedankengängen in Form von Vergleichen, Metaphern, Metonomyen, Synekdochen, ein Oxymoron, Paradoxe usw., aber auch die Diktion.

Die semantische Hürde

Die Probleme der Übersetzung in diesem Bereich beziehen sich auf die Änderungen der Terminologie, Neologismen, semantische Mängel, kontextuelle Synonyme und Antonyme (besonders bei Mehrdeutigkeit), semantische Schnittflächen der Bedeutung zweier oder mehrerer Ausdrücke und lexikalische Aspekte.
Diese Probleme lassen sich durch den Einsatz von Wörterbüchern, Glossaren und Terminologiedatenbanken vermeiden.

Die kulturelle Hürde

Die verschiedenen Kulturkreise schaffen Probleme durch ihre unterschiedlichen Referenzsysteme, z.B. bei der Benennung von Nahrungsmitteln, Festen oder anderen kulturellen Elementen. Der Übersetzer muss den Inhalt also quasi lokalisieren, um den Sinn und die Verständlichkeit beizubehalten. Der Inhalt wird also an eine andere Kultur angepasst.

Die pragmatische Hürde

Hier einige der häufigsten Beispiele für Probleme der Übersetzung pragmatischer Art, die einem bei der Übersetzung eines Textes begegnen können: Unterschiede in der Verwendung von “Du” und “Sie”, idiomatische Sätze, Redewendungen, Diktion, Ironie, Sarkasmus…